Kannst du sagen lebewohl

„Kannst du sagen lebewohl“
Steintór Rasmussen



Klaksvík – Heimat des färöischen Autors Steintór Rasmussen und Schauplatz seiner Kriminalroman

 
Steintór Rasmussen ist Teil der in seiner Heimat sehr erfolgreichen Band „Frændur“. Nach einem von mehreren längeren Auslandsaufenthalten schrieb er in 1998 den auch heute noch populären Titel „Kanst tú siga farvæl“, der sich im Original so anhört:
 
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In diesem Song geht es um das Abschiednehmen von dem Ort und Land, in dem man aufgewachsen ist. Die färöische Sehnsucht, die Welt zu entdecken, ist groß, oft erfordert schon das Studium einen Umzug ins Ausland. Und dennoch sind diese Gedanken bei vielen mit der Heimat verwurzelten Menschen mit Zweifeln verbunden. Es kann sehr schwer sein, alles hinter sich lassen müssen. Ohne zu wissen, was die Zukunft bringen wird. Der Refrain lautet:

Kannst du sagen lebewohl

Zu diesen trauten Wegen

Die Welt in deine kleinen Füße legen

„Eigentlich ist es reiner Zufall, dass es kürzlich zu einer deutschen Ausgabe dieses Klassikers gekommen ist“, erzählt Steintór. „In letzter Zeit habe ich aufgrund der Übersetzungen meiner fünf Kriminalromane viel Kontakt zu Deutschen gehabt. Die ersten beiden Titel sind bereits erschienen, der Dritte ist unterwegs. Bei der Präsentation der Erstausgabe „Hass stirbt nie“ an Bord der Norröna waren viele Deutsche anwesend. Im Anschluss an unsere Vorlesung spielte ich u.a. diesen Titel „Kanst tú siga farvæl“. Obwohl Ausländer natürlich kein Wort davon verstehen, haben sie dieses Lied immer geliebt. Die wehmütige Grundstimmung dieses Songs scheint irgendwie jeden gefangen zu nehmen. Engländer, Skandinavier, Deutsche, sie alle hat er seit Jahren berührt. An jenem Abend auf der Norröna kamen viele Leute auf mich zu und meinten, ich müsse „Kanst tú siga farvæl“ unbedingt ins Deutsche übersetzen lassen. Zum Glück war bei unserer Präsentation auch mein Übersetzer Martin Schürholz vor Ort. Wir beide wurden uns schnell einig, den Leuten diesen Wunsch erfüllen zu wollen. Daheim auf den Färöern konnte ich Asta Højgaard, die eine Zeitlang in Deutschland lebte und eine sehr schöne Stimme hat, für unser Projekt gewinnen. Und Petur M. Solmunde erklärte sich bereit, inmitten unserer großartigen färöischen Natur die passenden Aufnahmen zu machen.“ Und so entstand dieses Video, dass der Krimiserie von den Färöern einen wunderschönen Rahmen verleiht.

 
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Ausgehend von seinem Lied „Kanst tú siga farvæl“ erklärt uns Steintór, was ihn dazu bewegt, in seiner so friedlichen Heimat neben seinen Songs auch düstere Krimis zu schrieben:

Du kannst an einem schönen Ort wohnen.

Von netten Leuten umgeben sein.

Dich sicher und geliebt fühlen.

 

Aber deine Gedanken sind immer auf Reisen.

Es steckt eine Sehnsucht in uns.

Wir sind auf der Suche nach dem Unbekannten und Verborgenen.

Im kräftigen Schein des Lichtes.

Aber auch auf den Schattenseiten des Lebens.

 

Aus diesem Grund schreibe ich Kriminalromane.

In meiner Poesie habe ich mehrere Leben.

Dort finde ich mich selbst.

 

© Eyðbjørn Jacobsen

Steintór Rasmussen

Sänger & Songwriter
Buchautor