Konstantin Zorn

Konstantin Zorn

Kon­stan­tin Zorn, gebo­ren 1970, stu­dierte in Göt­tin­gen Psy­cho­lo­gie und arbei­tete über zwan­zig Jahre lang sowohl in der Akut­psych­ia­trie als auch in der Foren­si­schen Psych­ia­trie. Täg­lich hatte er dort inten­si­ven Kon­takt zu psy­chisch kran­ken Straf­tä­tern, aber auch zu trau­ma­ti­sier­ten Men­schen, die Opfer teil­weise extre­mer Gewalt wur­den. Mehr als zehn Jahre war er in der Gewalt­prä­ven­tion aktiv und schulte poten­zi­elle Opfer im Selbst­schutz. Neben eini­gen Fach­ar­ti­keln erschie­nen von ihm bis­her zwei Bücher zum Thema Gewalt­prä­ven­tion. Heute lebt und schreibt Zorn in der Nähe von Konstanz, direkt am Bodensee.


Thomas Koehler, Konstantin Zorn
Lambachs letzter Fall

Lambach schloss langsam die Mappe, ohne einen weiteren Blick auf die Fotos zu werfen, und fragte fast flüsternd: „Wer macht denn so was? Wer kann so was und wer ist dazu imstande?“ Doktor Levi nahm noch einen tiefen Zug, dann drückte er die Zigarette aus. „Ein Chirurg kann so etwas. Doch wer dazu imstande ist, kann ich nicht sagen.“ Immer tiefer gerät Kommissar Lambach in einen Strudel vermeintlich unmotivierter Gewalt, in welchem sogar die Grenzen zwischen Tätern und Opfern zu verschwimmen scheinen. Und die Zusammenhänge, die er während seiner Ermittlungen erkennt, nehmen schnell unglaubliche Ausmaße an. Viel zu spät bemerkt er deshalb, dass er selbst bereits Teil eines teuflischen Plans geworden ist.