Maiglöckchen

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Maiglöckchen
Convallaria majalis
Kurzgeschichte: Die Wolfsschlucht

Einstufung 

sehr giftig

Giftige Teile

Blätter und Blüten

Wirkstoffe

Convallatoxin (Cardenolid)

Folgen einer Vergiftung

Zahlreiche Symptome, von Übelkeit bis zu Herzrhythmusstörungen und Kreislaufkollaps; bei entsprechender Dosis Eintritt des Todes. Das Maiglöckchen (Convallaria majalis) ist eine Pflanzenart aus der artenarmen Gattung Convallaria in der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). In der Deutschschweiz wird der Trivialname Maieriesli verwendet. Es wurde 2014 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Das Maiglöckchen wird insgesamt als sehr stark giftig eingestuft. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber Blüten und Früchte. Es wurden 38 Glykoside in der Pflanze gefunden, die sich von 9 Aglyka ableiten lassen. Hauptwirkstoffe: Convallatoxin, Convallatoxol, Convallosid und Desglucocheirotoxin. Vergiftungs-erscheinungen: Bei äußerlichem Kontakt mit der Pflanze treten Haut- und Augenreizungen auf. Bei Aufnahme durch den Mund treten Übelkeit, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Schwindel und Brustbeklemmung auf. Zunächst tritt hoher Blutdruck und rascher Puls, später verminderter Blutdruck, sehr langsame und tiefe Atmung und schließlich Herzstillstand ein. Nach dem Genuss von einer bis fünf Beeren sind höchstens kurzzeitige Sinusarrhythmien beobachtet worden, meist keine Symptome. Bei größeren Mengen muss wie bei einer Herzglykosid-Vergiftung behandelt werden. Durch Beeren, Blüten und Blätter sind besonders Kinder gefährdet. Bei Aufnahme von Teilen der Pflanze sollten der Giftnotruf bzw. ein Arzt konsultiert werden. Mit dem Maiglöckchen wird z. B. Bärlauch beim Sammeln immer wieder verwechselt. Der typische Knoblauchgeruch von Bärlauch unterscheidet beide.

Anthologie • Giftmorde 2

Kartoniertes Buch

1. Auflage 2018, 254 Seiten

Preis Buch € 13,00 [D]

ISBN 978-3-94673-426-0

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© Petra Tessendorf

Über die Autorin der Kurzgeschichte

Petra Tessendorf wurde 1960 in Wuppertal geboren und arbeitete dort als Journalistin für eine Tageszeitung und verschiedene lokale Medien. Ihr erster Roman ›Der Wald steht schwarz und schweiget‹ wurde 2010 im Münchner dtv-Verlag veröffentlicht. Ihre Kurzgeschichten erscheinen in verschiedenen Verlagen…