Weiße Zaunrübe

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Weiße Zaunrübe
Bryonia alba L.
Kurzgeschichte: Mit süßen Grüßen

Einstufung 

sehr giftig

Giftige Teile

alle Pflanzenteile

Wirkstoffe

Bitterstoffe, Cucurbitacine

Folgen einer Vergiftung

Atemlähmung, gastroenteritische Störungen. Die Weiße Zaunrübe (Bryonia alba L.), auch Schwarzbeerige Zaunrübe, Schwarzfrüchtige Zaunrübe, Gichtrübe oder Teufelsrübe genannt, ist eine giftige Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Die Weiße Zaunrübe ist eine schnell wachsende, krautige, 3 bis 5 Meter lange Rankenkletterpflanze mit rübenartiger, verdickter Wurzel. Die Wurzeln, die oft die Größe von einer Zuckerrübe erreichen, sind bis zu 2,5 Kilogramm schwer, etwas wulstig geringelt und nach unten verästelt. Der rauhaarige Stängel weist wechselständige, handförmige, scharf gezahnte, fünflappige Laubblätter und korkenzieherartige, gewundene Ranken auf. Bei Bryonia alba finden sich, im Gegensatz zu Rotbeerigen Zaunrübe (Bryonia dioica), Blüten beiderlei Geschlechts an einer Pflanze, sie ist also einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). In den Blattachseln entspringen traubige Blütenstände mit nur wenige Millimeter kleinen, gelbgrünen Blüten, die vom Juni bis Juli blühen. Von August bis September erscheinen die kugeligen, giftigen, schwarzen Beerenfrüchte, die die Größe einer Erbse erreichen können.

Alle Pflanzenteile sind sehr giftig, besonders die Wurzeln und Beeren. Die

Hauptwirkstoffe sind über 20 verschiedene, giftige Bitterstoffe (Cucurbitacine, welches hochoxidierte Triterpene sind) sowie andere Triterpene wie z. B. Bryonon- und Brynolsäure. Die perorale Einnahme von ungefähr 40 Beeren kann für Erwachsene tödlich enden. Als letale Dosis für Kinder gelten ungefähr 15 Beeren. Vergiftungserscheinungen können nach sechs bis acht Beeren auftreten. Bei entsprechender Giftaufnahme können schwere gastroenteritische Störungen mit Delirium und Krämpfen auftreten. Der Tod kann durch Atemlähmung innerhalb weniger Stunden eintreten. Auch bei der Einnahme von Zubereitungen aus der frischen, widerlich riechenden, ekelhaft bitter schmeckenden Zaunrübenwurzel sind

ähnliche Vergiftungserscheinungen zu beobachten. Eine Berührung mit der Zaunrübe, insbesondere mit dem milchigen Saft der Wurzel, kann entzündliche, allergische Hauterscheinungen (Rötung, Hautblasen, pustulärer Hautausschlag) hervorrufen.

Anthologie • Giftmorde 2

Kartoniertes Buch

1. Auflage 2018, 254 Seiten

Preis Buch € 13,00 [D]

ISBN 978-3-94673-426-0

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© ama medien

Über die Autorin der Kurzgeschichte

Eva Lirot stammt aus der Domstadt Limburg und wohnt derzeit wieder dort, zeitweise lebte sie in den USA und Kanada. Sie hat einen Magister in Literaturwissenschaft, 2010 war sie Jurymitglied für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte bester Roman. Sie ist Mitherausgeberin von Krimibänden, veröffentlicht Kurzkrimis sowie die Krimi/Thriller-Serie mit Großstadtsheriff Jim Devcon…